Er ist schon länger so etwas wie ein Star in der Illustratoren- und Cartoonszene: Timo Würz. Seine Serie "Der letzte Henker" mit dem prolligen Dicken, der alles andere als ein "Frauenversteher" ist, läuft seit über einem Jahr erfolgreich in CHEXX. Nun kommt das Buch zur Serie. Wir sprachen mit Timo Würz.

 

CHEXX War es schwierig, einen Verlag für den "Letzten Henker" zu finden?

 

Timo Würz Ich habe, glaube ich, noch nie so selbstverständlich und problemlos einen Deal mit einem Verlag gemacht wie für den "Letzten Henker" mit Achterbahn. Vielen Dank, Nici und Dieter! Lief alles ohne viel Worte, Stress oder sonst was.

 

CHEXX Für jemanden, dessen Bilder auch im Museum of Modern Art in San Francisco hängen, ist es eher ungewöhnlich, eine Cartoonserie wie den "Letzten Henker" zu zeichnen…

 

Timo Würz Alles, was in mir drin ist, muss raus. Ob ins Museum oder ins CHEXX. Vielleicht auch mal was in beides.

 

CHEXX Ist der Henker jemand aus dem wirklichen Leben?

 

Timo Würz In der Tat. Ich besetze gern Nebenrollen in meinen Comics mit Freunden von mir. In diesem Fall war es mein Kumpel Gonzo, der in der Comic-Serie "Black Metal" (Infinity, 2001) den Part des asozialen Nachbars bekam, dessen Leben unter dem Namen "Der Letzte Henker" ins Internet gestellt wird. Gonzo hatte so viele Ideen zu der Figur, dass daraus eben die heutige Comicstrip-Serie entstand.

 

CHEXX Woher bekommst Du die Gags für den Henker?

 

Timo Würz Aus meinem Umfeld: Freunde, die einen Henker-kompatiblen Gag haben, sagen, mailen, schreiben ihn mir. Die Gags, die passen, werden zu Comicstrips verarbeitet. Ganz einfach.

 

CHEXX Wie viel Strips gibt es vom Henker inzwischen?

 

Timo Würz Knapp 300, wöchentlich steigend.