In ihrem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm erzählt Marina Kem die Geschichte ihres Vaters, eines Wandlers zwischen zwei Kulturen, die unterschiedlicher kaum sein können. Ottara Kem verlässt Kambodscha 1965, um in der DDR zu studieren. Nach dem Einzug der Roten Khmer 1975 ist eine Rückkehr nicht mehr möglich. Er bleibt im Exil, heiratet und gründet eine Familie. Über seine Heimat und die Vergangenheit allerdings schweigt er. Erst auf dem Sterbebett sagt er seinen Töchtern, dass er zurück in seine Heimat möchte, dass er in Kambodscha begraben werden will. Für Marina Kem beginnt damit eine intensive, poetische und versöhnliche Reise. Das Terrorregime der Roten Khmer, deren Machtergreifung in Kambodscha sich 2015 zum 40. Mal jährt, bildet den historischen Hintergrund des Dokumentarfilms "Bonne Nuit Papa", der ab 29. Januar 2015 im Kino zu sehen ist.