Auf 192 Seiten zeigt Autor Harald Schumann in seinem soeben erschienenem foodwatch-Buch "Die Hungermacher", wie Großbanken, Versicherungen und Pensionsfonds mit Agrar-Rohstoffen spekulieren und Lebensmittelpreise in die Höhe treiben - ein Geschäft mit dem Geld nichtsahnender Kleinanleger auf Kosten hungernder Menschen in den ärmsten Regionen der Welt. Der Journalist erklärt schlüssig und in einer auch für Nicht-Finanzexperten verständlichen Sprache, wie die Wetten auf Nahrungsmittelpreise an den Warenterminbörsen ablaufen und welche Folgen die vermeintlich virtuellen Geschäfte für die Realität vieler Menschen haben. Er analysiert, warum die laufenden europäischen Verhandlungen über eine Regulierung der Finanzmärkte zum Scheitern verurteilt sind. Und Schumann nimmt die Leser mit in die Höhle des Löwen, in die Investmentbanking-Zentrale der Deutschen Bank in London. 2012 konfrontierten der Autor und Thilo Bode, Chef der Verbraucherorganisation foodwatch, hochrangige Vertreter des größten deutschen Geldhauses hier direkt mit den Ergebnissen der Recherche. "Harald Schumanns Recherche lässt nur einen Schluss zu: Banken und Versicherungskonzerne machen sich mitschuldig am Hunger in der Welt. Und anstatt die unverantwortliche Zockerei durch klare Spielregeln einzudämmen, gibt die Politik den Tanzbären der Banken", sagt foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode.