"Schissla... was?" - diese Frage stellt nicht nur die hübsche Denise auf dem Cover des soeben erschienenen Cartoon-Bandes mit dem Titel "Schisslaweng", sondern auch manch anderer, sofern er nicht zur Fangemeinde des Comic-Zeichners Marvin Clifford gehört. Diese Fans verfolgen nämlich schon seit Jahren online die Web-Episoden, in denen der Berliner Comic-Künstler mit viel Witz und Selbstironie seinen ganz und gar nicht normalen Alltag als Zeichner und Nerd zum Besten gibt. "Schisslaweng" ist dabei so beliebt, dass die Leserschaft Marvin Clifford im letzten Jahr sogar zum Max- und Moritz-Publikumspreis verhalf. Aber was bedeutet der Begriff "Schisslaweng", den man kaum noch aus dem Ohr bekommt, nun eigentlich? Das Internet kennt das Wort als berlinerisch für etwas, das man mit mitreißender Begeisterung macht - und das trifft auf Marvin Clifford und sein Comic-Schaffen in vollem Maße zu: Erlebt man den quirligen Zeichner live, ist er der Nerd in Person, der eine ansteckende Begeisterung für Filme, Games, Comics und alles drumherum verbreitet. Auch in seinen "Schisslaweng"-Strips dreht sich alles um diese Themen, und darum, dass man es als Voll-Nerd schon schwer hat: Deadline-Stress, Motivationslöcher, Beziehungsfrust, Klopapiermangel und Bruce Willis sind nur einige der täglichen Problemchen, denen sich der gezeichnete Marvin stellen muss. Dass sich der reale Marvin Clifford dabei vom eigenen Leben inspirieren lässt, ist klar, und so steckt in "Schisslaweng" viel Autobiografisches, das der Künstler aber satirisch überspitzt, dehnt, ummodelt, aufnerdet und mit wundervoll witzigen und dynamischen Zeichnungen zu einem Lesevergnügen macht. "Schisslaweng" ist im März 2015 bei Panini erschienen.