Als Achtjährige überlebte Libby Day den grauenvollen Übergriff auf Ihre Familie, bei dem ihre alleinerziehende Mutter Patty und ihre beiden Schwestern auf einer entlegenen Farm im ländlichen Kansas brutal niedergemetzelt wurden. Mit ihren Angaben belastete das Mädchen ihren älteren Bruder Ben schwer, der aufgrund ihrer Zeugenaussage schließlich als Mörder verurteilt wurde. Das sogenannte Kansas-Prärie-Massaker beherrschte über Wochen landesweit die Schlagzeilen. Jetzt, knapp 30 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren einsiedlerisches Leben seinen eigenen Regeln folgt. Das Trauma des Mehrfachmordes hat sie nie überwunden, allerdings hat sie auch nie ernsthaft den Versuch unternommen, sich mit den Ereignissen jener verhängnisvollen Nacht auseinanderzusetzen. Einer geregelten Arbeit ist sie nie nachgegangen. Ihren Lebensunterhalt finanziert sie sich durch die Tantiemen aus den Verkäufen ihrer Autobiografie, die sie mithilfe eines Ghostwriters veröffentlicht hat, und durch Spenden. Gerade als diese Quellen langsam zu versiegen drohen, meldet sich Lyle Wirth mit einem Angebot bei ihr: Libby soll dem von ihm organisierten "True Crime"-Fanclub Rede und Antwort stehen. Die Mitglieder des Clubs - engagierte Hobbydetektive, pensionierte Polizisten und Psychologen - beschäftigen sich mit berühmten Mordfällen und versuchen, ungeklärte Morde zu lösen. Nachdem sie beim Kansas-Prärie-Massaker mehrere Ungereimtheiten entdeckt haben, sind einige Mitglieder, darunter Lyle, zu der festen Überzeugung gelangt, dass Ben als Täter nicht infrage kommt. Libbys Aussagen sollen ihnen nun helfen, den Fall noch einmal neu aufzurollen und dem wahren Mörder auf die Spur zu kommen - über ein Vierteljahrhundert nach der Tatnacht. Libby bleibt nichts anderes übrig als mitzumachen. Zunächst äußerst unwillig, unterstützt sie Lyle bei seiner akribischen Suche nach der Wahrheit und beginnt, ihre eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.