A+ A A-

. veröffentlicht unter Berlin 110
Sehr clever hat gestern Mittag eine 79-Jährige in Hellersdorf reagiert. Die Frau wurde gegen 12.30 Uhr von einer ihr unbekannten Frau angerufen, die sich als Mitarbeiterin der Landeszentralbank ausgab und sie um Mithilfe in einem Falschgeldverfahren bat. Die 79-Jährige sollte mehrere tausend Euro von ihrem Konto abheben, die dann nach Angaben der Fremden von Kriminalbeamten überprüft werden sollten. Die ältere Dame wurde sofort stutzig und informierte die Polizei. Bei einer vereinbarten Geldabholung um 14 Uhr erschien dann ein 22-Jähriger an der Wohnung in der Lilly-Braun-Straße und gab sich als Polizist aus. Blöd für ihn, dass bereits die echte Polizei in der Wohnung wartete. Die Beamten nahmen den sich heftig wehrenden Mann fest, der hierbei leichte Verletzungen erlitt. Alarmierte Rettungskräfte der Feuerwehr mussten ihn vor Ort behandeln. Der 22-Jährige hatte ein Funkgerät und einen selbst gebastelten „Polizeiausweis“ bei sich, beides wurde beschlagnahmt. Anschließend nahmen die Polizeibeamten ihn mit zu einer Gefangenensammelstelle. In einem vor dem Haus wartenden Mercedes stellten die Beamten wenig später noch einen 19-Jährigen fest. Neben ihm lag das passende Gegenstück zu dem Funkgerät, das bei dem 22-Jährigen gefunden worden war. Auch der 19-Jährige wurde festgenommen und das Auto beschlagnahmt. Beide Festgenommenen sind bereits wegen ähnlicher Taten in Erscheinung getreten und wurden per Haftbefehl gesucht. Sie wurden daher der Justiz überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

Hinweise zu Trickdiebstahl und Trickbetrug in der Wohnung finden Sie auf der Internetseite der Polizei.

Anzeige