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. veröffentlicht unter Boulevard
Foto: Schlossparktheater
Als Präsident will Frank Marvin (Ulrich Gebauer) in das Weiße Haus einziehen, um dem Staatsbankrott, der Umweltzerstörung und dem maroden Sozialsystem ein Ende zu setzen. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Deborah Marvin (Eleonore Weisgerber), einer brillanten Anwältin. Die Nominierung ist greifbar nahe, bis ihn eine Bettgeschichte zum Rücktritt zwingen könnte. Letzte Chance wäre eine Erklärung seiner Frau: Nur wenn sie ihm öffentlich verzeiht, könnte er sein Ziel noch schaffen. Sie aber verspricht ihm gute Miene zum bösen Spiel zu machen, wenn sie im Gegenzug politischen Einfluss erhält. Autorin Esther Vilar hatte bei der Uraufführung in Wien am 8. Juni 1994 ein reales Vorbild. Bevor Bill und Hillary Clinton sich um die Affäre Monica Lewinsky kümmern mussten, hieß die Bettgeschichte Gennifer Flowers. Nach Vilar könnte dieser Seitensprung der Grund gewesen sein, dass Hillary Clinton in der Politik mitregieren durfte. Dieses Zwei-Personen-Stück spielt vornehmlich in einem spartanischen Hotelzimmer, auf und um der im Mittelpunkt stehenden Couch. Großflächige Bildschirmeinspielungen des prominenten Reporters Gordon Valero (Oliver Mommsen) und Lisa Valero (Navina Heyne) bringen Farbe in das Couch dominierte Bühnenbild. Die schauspielerischen Leistungen von Eleonore Weisgerber und Ulrich Gebauer bestechen ohne Holprigkeit den fast 100minütigen Bühnen-Dialog. "Das Lächeln des Barrakuda" von Esther Vilar mit Eleonore Weisgerber und Ulrich Gebauer ist noch vom 11. - 18 . März, 6. - 12. April und 6. - 13. Mai jeweils um 20 Uhr im Schlossparktheater, Schloßstrasse 48, zu sehen.

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Der letzte Henker

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Von Timo Würz