A+ A A-

Carillon-Skandal

. veröffentlicht unter Boulevard
Foto von Ronald Keusch
Die Berliner und ihre Touristen erwartet wieder eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Show in der Stadt. Vom 31. August bis 5. September trifft sich die Welt der Consumer Electronics (Unterhaltungselektronik) und der Home Appliances (Haushaltsgeräte) auf dem altgedienten Messegelände in Berlin Charlottenburg. "Die IFA ist das Smart Home der Welt, die größte globale Digital-Show", verkündet Christian Göke, der Chef der Messe Berlin. Und diese Einschätzung rangiert nicht unter Berliner Größenwahn. Wie riesig das Interesse auf der ganzen Welt an der IFA ist, zeigt unter anderem die gewachsene Ausstellerzahl, die in diesem Jahr bei 1.800 liegt. Die zwei großen Trends auf der Messe, die künstliche Intelligenz und die Vernetzung, werden nicht nur das Fachpublikum, sondern auch den Otto Normalverbraucher interessieren. Wer will nicht in die Glaskugel seines künftigen Lebens schauen?

Hochsensible Sensoren und schlaue Induktionsschleifen weisen uns allen den Weg in die nahe Zukunft. Sprachsteuerungen mit Alexa oder Home Connect haben sich schon längst vom Image eines Exoten verabschiedet und eroberten mittlerweile in den westlichen Ländern ihren festen Platz. Laut Branchenverband Bitkom hat jeder vierte Bundesbürger mindestens eine Smart Home Anwendung zu Hause. Und der Trend wird weiter zunehmen. Alle IFA-Neuheiten sind vernetzt, so heißt es bei Siemens. Kühlschränke haben eine Kamera, der Backofen funktioniert mit Spracherkennung und der Geschirrspüler ist mit W-LAN vernetzbar. All diese Entwicklungen, so wird von den eloquenten PR-Profis der Hersteller versprochen, geben dem Kunden noch mehr Freiheit und Zukunftssicherheit. Zumindest wird das Gefühl bedient, nach dem angesagten Lifestyle zu leben.

Der hohe Stellenwert der IFA wird nicht zuletzt unterstrichen durch die Präsenz zahlreicher Sendeanstalten mit einer Heerschar von Journalisten aus aller Welt im Global Broadcast Center. Dennoch bleibt natürlich für das deutsche Staatsfernsehen, das sich hier als öffentlich-rechtliche Senderfamilie bezeichnet, ausreichend Platz. Es hat sich wieder traditionell in der Halle 2.2. aufgestellt. Hier präsentieren sich unter dem Motto "Wir sind deins" täglich von 10 bis 18 Uhr sowohl bekannte Fernsehgesichter als auch Intendanten und Programmdirektoren aus den neun Landesrundfunkanstalten. Ob sich das Management, wie in der Ankündigung zu lesen, an den Fragen und Meinungen des Publikums erfreuen kann, ist allerdings offen. Bei einer wachsenden Zahl der Bevölkerung hört nämlich der Spaß beim Thema Zwangs-GEZ und schwindender Programm-Vielfalt auf.

Ungetrübten Spaß dürften dagegen die Musik-Fans auf fünf exklusiven IFA-Clubkonzerte haben. Der Düsseldorfer Rapper Kayef macht mit seinem Auftritt am ersten IFA-Tag (31.8.) um 16.45 Uhr den Anfang auf der ARD-Bühne. Am Samstag (1.9.) um 16.45 Uhr gibt Eko Fresh Songs von seinem neuen Album "Legende - The best of" zum Besten. Das Moka Efti Orchestra - das sind die Jazz-Musiker von Babylon Berlin - präsentiert einen Tag später (2.9.) um 16.45 Uhr den Soundtrack zur neuen Serie im Ersten. Am Montag (3.9.) tritt um 16.45 Uhr die Hamburger Hop-Jazz-Gruppe Goldmeister auf. Und am Dienstag (4.9.) steht die Berliner Band BalkanBeats um 16.45 Uhr auf der ARD-Bühne.

Anzeige

Der letzte Henker

der_letzte_henker_von_timo_wuerz_064.jpg
Von Timo Würz