ISSN 2701-6757 | Magazin CHEXX am Dienstag, den 13. April 2021
Fontane keimfrei
Dieses Mal wollten die Neuruppiner ihren berühmten Sohn Theodor Fontane nach den Feiermonaten zum 200. Geburtstag nicht wieder in einer Ecke verstauben lassen, so wie es für manche Beobachter nach dem 100. Todestag des Dichters im Jahr 1998 geschah. Das Fontane Jahr 2019 war für die Geburtsstadt des Dichters eine einzige Erfolgsgeschichte. Das Werk von Fontane konnte sich als sehr gegenwärtige Literatur präsentieren, die nicht allein ein Fachpublikum ansprach, sondern auch breite Kreise der Bevölkerung in der Heimatstadt Fontanes sowie im ganzen Land. Die Fontane-Freunde aus der Kulturszene der Stadt wollten den Schwung des Fontane-Jahres auch in diesem Jahr in vielfältiger Weise nutzen. Am 21. Mai zu Himmelfahrt sollten die Neuruppiner Fontane-Festspiele beginnen, ein Festival, das bereits vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde. Mitten in der Vorbereitung musste dann das Organisations-Team der Neuruppiner Fontane-Festspiele eine Vollbremsung hinlegen. Niemand glaubt mehr daran, dass schon zu diesem Zeitpunkt das Coronavirus so gnädig sein wird, solche Veranstaltungen stattfinden zu lassen. "Deshalb haben wir uns entschieden, die Festspiele vom 12. bis zum 27. September zu veranstalten", informiert Uta Bartsch vom Team der Organisatoren der Fontane-Festspiele. Allerdings mit dem notwendigen Zusatz, so Corona nebst den Virologen und Politikern es denn gestatten.

Doch das Festspielteam um Uta Bartsch mit Otto Wynen, Anna Strache, Peter Böthig und Frank Matthus will sich nicht so lange in die Ecke stellen lassen. Deshalb lautet ihre Losung: Kontakt zum Publikum halten und sich allen Freunden von Fontane und der Kultur immer wieder in Erinnerung bringen. Seit dem 3. April posten sie auf den Plattformen youtube, facebook, instagram und auf fontane-festspiele.com täglich um 17. Uhr einen neuen kurzen Beitrag, der auch nachträglich abrufbar ist. "Dieser Mix aus Lesungen, literarischen Spaziergängen, Knobelfragen und Mitmach-Aktionen und auch einer Filmlounge sowie Theaterspiel kommt beim Publikum gut an", bilanziert Uta Bartsch. Und Theodor Fontane, vielleicht noch vom Rummel der Feierlichkeiten um sein Jubiläum etwas ermüdet, hätte garantiert an diesem ihm gewidmeten Programm seine Freude.

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