ISSN 2701-6757 | Magazin CHEXX am Sonntag, den 28. November 2021
Es darf gelacht werden
Der 1952 geborene Autor Norbert Aping hat das Buch "Es darf gelacht werden - Von Männern ohne Nerven und Vätern der Klamotte - Lexikon der Deutschen Slapstickserien Ost und West" verfasst. Das 436 Seiten umfassende Werk ist im Schüren Verlag in Marburg erschienen. Es gab in den 60er Jahren eine TV-Epoche, die für heutige Verhältnisse wie aus einer anderen Welt klingen mag. Man verzeichnete in der Bundesrepublik Deutschland zu dieser Zeit nur einen Sender. Man konnte die ARD schwarz-weiß von Nachmittag bis Abend sehen. Von 1961 bis 1965 strahlte der Hessische Rundfunk die Serie "Es darf gelacht werden" aus. Als Moderator wirkte Werner Schwier. In 65 Folgen stellte er Stummfilme und deren Stars vor. Der Komponist und Pianist Konrad Elfers spielte dazu am Klavier Musik, passend zu den Filmszenen. Die Sendung zog die Cineasten magisch an. Der Redakteur weiß leibhaftig, wovon er spricht! Als Kind hatte er miterleben dürfen, wie Nachbarn mit einem Stuhl zu Freunden ins Nachbarhaus gegangen sind. Nicht jeder hatte damals einen Fernseher. Man sah "Es darf gelacht werden" bei dem Nachbarn, der ein TV- Gerät sein Eigen nennen konnte. Nicht nur Kinder konnten die nächste Folge in der kommenden Woche nur mit großer Ungeduld erwarten. An diese Zeit erinnert Norbert Aping. Sie ging bis kurz nach der Wiedervereinigung. Da hatte man natürlich sein eigenes Fernsehgerät zu Hause stehen und es gab mehrere TV-Programme. Der Autor stellt in lexikalischer Form die Serien, ihre Resonanzen, Hintergründe und Verantwortliche hinter den Kulissen vor. Komiker, Spaßmacher, Lachunterhalter, seien es Weltstars wie Charlie Chaplin, Buster Keaton oder heute kaum noch bekannte oder längst vergessene Stummfilmkönige, haben in diesem Buch ihren Auftritt. Der Franzose Max Lindner, jung mit 41 Jahren 1925 in Paris verstorben, der deutsch-österreichische Künstler Theo Lingen (1903 bis 1978) sowie Stan und Ollie, bekannt als Dick und Doof; Die Väter der Klamotte; Die kleinen Strolche; Als die Bilder laufen lernten; Pat und Patachon; Ein himmlisches Vergnügen - Harold Lloyd und viele andere lässt Norbert Arping Revue passieren. Im DDR-Fernsehen konnte man einst beispielsweise Slapstick-Serien sehen wie: Lachparade; Filmspäße aus den Kinderjahren des Kintopps; Laurel und Hardy; Jubel, Trubel, Sensationen. Diese Serien im DDR-TV spricht der Autor ebenfalls an. Er versetzt uns ins gute, alte Kino. Sollte dem Leser der Kinopianist fehlen, so hat Norbert Aping auch an ihn bedacht und ihm seinen gebührenden Platz gegeben! Das Lied "Es darf gelacht werden" von Conny Schumann, dem begnadeten Filmkomponisten, ist mit musikalischen Noten im von Norbert Aping verfassten und im Schüren Verlag in Marburg erschienenen Werk "Es darf gelacht werden - Von Männern ohne Nerven und Vätern der Klamotte - Lexikon der Deutschen Slapstickserien Ost und West" aufgeführt.

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