ISSN 2701-6757 | Magazin CHEXX am Samstag, den 17. April 2021
Tore im Deutsch-Russischen Museum öffnen sich wieder
In der Zwieseler Straße 4 in Berlin-Karlshorst befindet sich das Deutsch-Russische Museum. Am 16. März 2021 öffnen sich dort wieder die Tore. Die historischen Räume im Erdgeschoss, der Museumsgarten sowie die Präsentation der neuen Open-Air-Sonderausstellung "Vergesst uns nicht …" - Opfer deutscher Vernichtungspolitik im Nordkaukasus 1942/43 - können dann wieder besucht werden. Noch nicht geöffnet sind die Dauerausstellung sowie die Sonderausstellung "Von Casablanca nach Karlshorst". Der Museumsbesucher muss folgendes beachten: Der Museumsbesuch ist im Vorfeld online mit einem Zeitfenster zu buchen. Diese Buchung ist online möglich. Keinen Termin buchen müssen die Gäste, die nur den Außenbereich besichtigen möchten. Die Personendaten sind zur Kontaktnachverfolgung am Eingang zu hinterlassen. Auf dem Gelände und in den Museumsräumen gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes ist auf dem gesamten Gelände des Museums im Innen- sowie Außenbereich verpflichtend. Die neue Sonderausstellung "Vergesst uns nicht …" - Opfer deutscher Vernichtungspolitik im Nordkaukasus 1942/43 - ist im Museumsgarten zu sehen. Diese Sonderausstellung thematisiert den gezielten und grausam effektiv durchgeführten Mord an den Patienten psychiatrischer Kliniken und an Kindern mit Behinderungen in der Region Nordkaukasus innerhalb der sehr kurzen Zeit deutscher Besatzung. Schon im letzten Herbst hatte man die Eröffnung dieser Sonderausstellung in Erwägung gezogen. Kuratorin der Sonderausstellung ist Dr. Irina Rebrova. Die Kuratorin und ihre Kolleginnen und Kollegen sind sehr froh, nun die Open-Air-Sonderausstellung zeigen zu können. Die vergessenen Opfer im Vernichtungskrieg gegen die UdSSR ruft man damit in Erinnerung. Während der Recherche zur Ausstellung geriet eine zweite Opfergruppe in den Fokus: zahlreiche jüdische Mediziner im Nordkaukasus wurden Opfer des Holocaust. Auch an die jüdischen Mediziner möchte die Ausstellung erinnern. Der dritte Abschnitt der Ausstellung beschäftigt sich mit der Erinnerungskultur gegenüber den vergessenen Opfergruppen im Nordkaukasus. Dr. Irina Rebrova ist es gelungen, dieses in Russland bislang unberücksichtigte Thema mit einer Wanderausstellung einem breiten Publikum im Nordkaukasus näherzubringen. Seit 2018 wurde die Ausstellung an zahlreichen Orten in der Region gezeigt und stieß auf große Resonanz beim Publikum und in den Medien. Mit Unterstützung durch die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin sowie dem Verein Kontakte-Kontakty präsentiert das Deutsch-Russische Museum nun für das deutsche Publikum eine in Zusammenarbeit mit der Kuratorin erarbeitete Adaption dieser Ausstellung. Ein gleichnamiges Museumsheft zur Sonderausstellung "Vergesst uns nicht …" ist jetzt erschienen. Es kann über das Deutsch-Russische Museum bestellt werden. Der Bus der Linie 296, vom S-Bahnhof Karlshorst zur S- und U-Bahnstation Lichtenberg fahrend, hält vor dem Deutsch-Russischen Museum.

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