Magazin CHEXX am Dienstag, den 19. März 2019
Schauspieler Joachim Kelsch: Kollegiales Lob
Den 1954 in Berlin-Spandau geborenen Schauspieler Joachim Kelsch sah man in mehreren Folgen wie "Schwarzwaldklinik", "GZSZ" oder "Richterin Salesch". In dem Film "Die Helden aus der Nachbarschaft" wirkte der Darsteller ebenfalls mit. Dieses Werk schaffte es sogar, bei der Berlinale gezeigt zu werden. Den Mimen Joachim Kelsch trafen wir am 5. Oktober im Theater Coupe in Berlin-Wilmersdorf. Dort wohnte er als Zuschauer der Premiere von "Shalom-Salam: wohin" bei. Am Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf führte das neu gegründete DJT (Deutsch-Jüdisches Theater) dieses Jugend-Theater-Projekt auf. Unterstützt wurde die Theateraufführung durch das Bundesfamilienministerium. Seit 2015 erarbeiten die Künstler des DJT zusammen mit Jugendlichen christlicher, jüdischer und muslimischer Prägung ein jeweils aktuelles Theaterstück, dessen Textbuch sowohl von der aktuellen politischen Situation als auch von den konkreten Lebensumständen der jungen Menschen bestimmt wird. Die Inszenierung wollte Aufklärung, Annäherung und gegenseitiges Verständnis fördern.

Begleitet wurden die Jugendlichen von professionellen Schauspielern und Musikern, die einen gemeinsamen Klangkörper herstellten. CHEXX fragte den Gast im Theater, Joachim Kelsch: "Was sagen Sie zu den Leistungen Ihrer Kolleginnen und Kollegen?" Joachim Kelsch: "Allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen spreche ich ein ganz großes Lob aus. Kollege Hermann Höcker, der Regisseur, und Kollegin Alexandra Frölich, die für das Buch und die Projektleitung verantwortlich war und auch auf der Bühne mitgewirkt hatte, sowie das gesamte Ensemble haben in Berlin-Wilmersdorf ganz großes Theater dem Publikum gezeigt. Besonders beeindruckt hat mich, dass Kollegin Alexandra Frölich die aktuelle Tagespolitik mit einem sympathischen Augenzwinkern auf den Punkt gebracht hatte."

Artig bedankte sich Alexandra Frölich für das kollegiale Lob und behielt beim gemeinsamen Foto mit ihrem Kollegen Joachim Kelsch das "sympathische Augenzwinkern" bei. Sie bat den Fotografen: "Das Foto fertigen Sie bitte so an, dass über Joachim Kelsch und mir das Wort "Flucht" und "Rettungsplan" zu sehen ist. Das mit dem Flüchten und Retten trifft ja auf Juden zu." Wer den Schauspieler Joachim Kelsch nicht als Gast im Publikum treffen möchte, sondern bei Ausübung seines Berufes als Mimen auf der Bühne, hat dazu am 2. November Gelegenheit. Dann tritt er im Theater Coupe auf in Ephraim Kishons "Die beste Ehefrau von allen und ich".