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Foto von Timon Henze/MdA-Büro Sven Heinemann
Der Bahnhof Ostkreuz liegt fast ausschließlich auf dem Gebiet des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg. Ein ganz kleiner Teil des Ostkreuzes gehört zum Ortsteil Rummelsburg, der gehört bereits zum Bezirk Lichtenberg. Am 9. Dezember 2018 konnten Bahnreisende und Anlieger erleichtert aufatmen. Nach sage und schreibe rund 13 Jahren Ausbau- und Umbauphase ist man nun so weit, dass man fast über die Ziellinie gekommen ist. Noch ist nicht alles so am Ostkreuz und um das Ostkreuz herum, dass man von einem Ende der Baumaßnahmen reden kann. Es ist aber nur noch eine ganz kleine "Schienenlänge" abzuarbeiten. Das ganz, ganz große Bauwerk ist erstellt. Die Baukosten lagen bei rund einer halben Milliarde Euro. Der Volksmund sprach einst beinahe schon verächtlich vom "Bahnhof Rostkreuz". Sven Heinemann (SPD) gehört seit 2011 dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Der 1978 geborene Parlamentarier aus Friedrichshain-Kreuzberg ist Diplom-Sozialwissenschaftler und als Referent im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit tätig.

Wir befragten den Abgeordneten Sven Heinemann: "Ist das Ostkreuz kein Rostkreuz mehr?" Sven Heinemann weiß zu berichten: "Der Bahnhof ist nicht nur bei Eisenbahnfans inzwischen ein Mythos: Dafür ist zum einen der Ausbau zum Kreuzungsbahnhof auf zwei Ebenen in Ost-West-Richtung, untere Stadtbahn-Ebene und Nord-Süd-Richtung, obere Ringbahn-Ebene, maßgeblich. Zum anderen passieren die Station seit fast 100 Jahren täglich über 2.000 Fern-, Regio- und S-Bahn-Züge. Das neue Ostkreuz ist längst nicht nur Berlins größter S-Bahnhof, sondern auch der größte und modernste Nahverkehrsknoten der Republik: An keinem anderen Bahnhof in Deutschland halten täglich mehr Züge, es sind über 1.700! Die Vorteile des Umbaus liegen auf der Hand: Der zugige Ringbahnsteig beispielsweise hat eine große Bahnsteighalle bekommen - das neue Wahrzeichen des Bahnhofs neben dem Wasserturm. Zudem ist der komplette Bahnhof barrierefrei. Und im Gegensatz zur alten Station halten am Ostkreuz jetzt nicht nur S-Bahnzüge, sondern auch viele Regionalzuglinien und sogar einige Fernzüge. Entstanden ist ein moderner Verkehrsknoten im Herzen Berlins. Umgesetzt werden muss noch in den kommenden Jahren: Zügige Fertigstellung des Empfangsgebäudes Sonntagstraße mit dem Toiletten-Center. Einrichtung eines Fahrradparkhauses mit Fahrradwerkstatt. Barrierefreiheit der historischen Fußgängerbrücke. Ein gutes Kiez-Konzept für das Beamtenwohnhaus am Ausgang Sonntagstraße. Instandsetzung und öffentliche Aussichtsplattform auf dem Wasserturm. Schnelle Umsetzung einer direkten Tram-Anbindung im 10-Minuten-Takt. Zügige Umsetzung des Vorplatzkonzeptes der Anwohnerinnen und Anwohner mit zusätzlichen Fahrradabstellmöglichkeiten Digitale Anzeiger an den Zugängen für alle Verbindungen des ÖPNV ab Ostkreuz. Bau eines durchgehenden Dachs auf dem Regionalbahnsteig der Stadtbahn. Direkter Zugang zum Victoriakiez zwischen Friedrichshain und Lichtenberg."

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Marc Vorwerk
Marc Vorwerk ist einer der Hauptstadtfotografen in Berlin und stets ganz nah am Geschehen.
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