Magazin CHEXX am Dienstag, den 26. März 2019
VKU-Verbandstagung in Berlin
VKU steht für "Verband kommunaler Unternehmen e. V." Er bündelt die Interessen seiner Mitgliedsunternehmen und beteiligt sich aktiv in der politischen Willensbildung und der Gesetzgebung. Die kommunalen Unternehmen verfolgen primär keine privatwirtschaftlichen Zwecke, sondern sind dem Gemeinwohl verpflichtet. An der VKU-Verbandstagung am 11. und 12. März 2019 in Berlin-Neukölln konnten der Präsident des VKU, der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, sowie die Hauptgeschäftsführerin des VKU, die ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin Katharina Reiche, zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Diplomatie begrüßen. Zahlreiche Repräsentanten von kommunalen Unternehmen und Dienstleistern waren in dem Hotel in Berlin-Neukölln mit Informationsständen vertreten. So auch beispielsweise Mark Wigge. Er schenkte am Stand der Gelsenwasser AG den zahlreichen Gästen Wasser aus und informierte sie über die Aktivitäten des Unternehmens, das im westfälischen Gelsenkirchen seinen Sitz hat. Mark Wigge teilte mit: "Hier in Berlin-Neukölln kann man Gelsenwasser probieren. Das Wasser kommt aus dem Halterner Stausee. Er fasst über 20 Millionen Kubikmeter Wasser. Der Halterner Stausee versorgt große Teile des nördlichen Ruhrgebiets mit Frischwasser. Unser Betrieb beschäftigt über 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und kann auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Im Jahre 1887 gründete man Gelsenwasser. Heute sind wir nicht nur auf dem Sektor Wasser und Abwasser aktiv. Neben der Trinkwasserversorgung sind wir auch auf den Geschäftsfeldern Strom- und Gasversorgung tätig. Eigentümer unseres kommunalen Unternehmens sind die Stadtwerke Bochum und Dortmund. Erwähnen möchte ich auch, dass für uns der Besuch der VKU-Verbandstagung sehr erfolgreich gewesen ist. So viele Besucher aus ganz Deutschland haben sich an unserem Stand umgesehen und informieren lassen und Gelsenwasser getrunken und es gelobt, was meinen Kollegen und mich hier am Stand sehr erfreut hat. Es stimmt schon: Berlin ist immer eine Reise wert."

Einer der Berliner VKU-Teilnehmer war Andreas Otto. Der Grünen-Politiker gehört dem Berliner Abgeordnetenhaus an. Der Parlamentarier aus dem Bezirk Pankow ist unter anderem Sprecher für Baupolitik, Sprecher für Berlin-Brandenburg, Vorsitzender des Ausschusses für Europa- und Bundesangelegenheiten, Medien sowie Mitglied in den Ausschüssen für Stadtentwicklung und Wohnen und für Wirtschaft, Energie, Betriebe. Andreas Otto teilte im Pressegespräch mit: "Digitale Zukunft braucht Tiefbau-Fachkräfte! Während ich diesen Text schreibe, sitze ich in einem Regionalzug durch Brandenburg und bin vom Internet abgeschnitten. Weder bietet der Zug ein WLAN, noch hat mein Handy Empfang. Das verschafft eine gewisse Ruhe zum Schreiben, verunmöglicht aber das Abschicken des Textes an die Redaktion und jegliche Recherchen nach Zahlen und Fakten im Netz. Und genau solche Funklöcher waren eines der Themen der VKU-Jahrestagung 2019. Wann endlich kommt das Internet "an jeder Milchkanne" an oder doch wenigstens an jedem Trecker? Die im VKU organisierten kommunalen Unternehmen der Energie-, Entsorgungs- Wasser und Telekommunikationsbranche leisten wichtige Beiträge für die Stadt und das Haus der Zukunft. Vom digitalen Wasserzähler über die elektrischen Ladesäulen für E-Fahrzeuge, die solare Stromversorgung bis zu intelligenten Stromnetzen und Glasfasernetzen - digital kommt überall. Im europäischen Vergleich hat Deutschland noch viel aufzuholen. Das Land Berlin möchte dazu entscheidend beitragen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop will den neuen 5G - Mobilfunkstandard schnell an die Zukunftsorte der Stadt bringen. Nach der Testphase soll das ganze Stadtgebiet versorgt werden. Das ist in Brandenburg als Flächenland ungleich schwieriger. Doch die zunehmende Verlagerung von Arbeit in das Homeoffice und die Ansiedlung von neuen Firmen auch in den kleineren Städten des Landes erfordert auch dort die schnellsten Verbindungen. Der Mangel an Glasfaserleitungen muss dringend behoben werden. Das ist aktuell überraschenderweise weniger eine Frage des Geldes, sondern insbesondere der Planungs- und Tiefbaukapazitäten. Als baupolitischer Sprecher weiß ich um die vollen Auftragsbücher der Baubranche. Deshalb brauchen wir in Brandenburg und Berlin dringend eine Ausbildungsoffensive in Tiefbauberufen und Ingenieurstudiengängen. Damit möglichst bald das schnelle Internet auch an allen Bahnlinien funktioniert."