Magazin CHEXX am Montag, den 17. Juni 2019
Der 21. Technische Kongress des VDA
Der "Verband der Automobilindustrie" (VDA) lud am 14. und 15. März 2019 in ein Hotel in Berlin-Neukölln ein. Dort fand der 21. Technische Kongress des VDA statt. Man sprach die künftigen Herausforderungen der Fahrzeugindustrie und die Zukunft des Automobils unter anderem in den Themenbereichen Vernetzung und Automatisierung, klima- und umweltfreundliche Antriebe sowie Sicherheit im Straßenverkehr an. Einer interessierten Öffentlichkeit stellte man all dies vor und bat zur Diskussion. Die urbane Mobilität, die Sicherheit von Daten und die Lösungen der Industrie wurden ebenfalls auf dem 21. Technischen Kongress angesprochen. Bernhard Mattes, Präsident des VDA, konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Diplomatie und Gesellschaft begrüßen. Er sagte: "Wir wollen Klimaschutzdynamik entfesseln, neue Fesseln lehnen wir ab." Ferner sagte der VDA-Präsident: "Wer jahresscheibenscharf und tonnengenau vorschreiben will, was in welchem Sektor zu passieren hat, kommt notwendigerweise in Konflikt mit Innovation und wirtschaftlicher Dynamik." Er gelte, statt "kleinteilig zu steuern", Ziele zu benennen und auf Wettbewerb zu setzen. Oliver Wittke (CDU) übt das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium aus. Er sagte: "Die Automobilindustrie steht vor gewaltigen Veränderungen. Klimaschutzziele und Elektromobilität, das automatisierte Fahren sowie die Einführung neuer und vernetzter Mobilitätsangebote werden die Branche stark herausfordern. Die deutsche Automobilindustrie hat ihre Innovationsstärke aber immer wieder aufs Neue bewiesen. Ich bin sicher, dass die deutschen Autohersteller und ihre Zulieferer auch diese Herausforderungen meistern werden. Die Bundesregierung wird weiter daran arbeiten, dass auch von staatlicher Seite die Erfolgsbedingungen dafür geschaffen werden. Generell muss es nun darum gehen, als deutsche und europäische Akteure Kompetenzen zu bündeln, gemeinsame Standards zu setzen und im Feld der Zukunftstechnologien international - gerade im Vergleich mit den Vereinigten Staaten und China - dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein. Dies ist auch der Gedanke der Industriestrategie, welche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Februar vorgestellt hat."

CHEXX sprach im Deutschen Bundestag mit dem Volksvertreter Frank Steffel (CDU) über den 21. Technischen Kongress des VDA. Der direkt gewählte Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete Frank Steffel erklärte: "Die Automobilindustrie ist eine der Kernindustrien unseres Landes. Viele große Marken haben an dem globalen Wert "Made in Germany" ihren Anteil. Auch wenn diese Branche derzeit erheblichen Gegenwind erfährt, sind die Forschungs- und Entwicklungserfolge im Bereich digitale Mobilität bereits heute herausragend und werden unserem Land noch viele weitere neue Arbeitsplätze bringen. Ja, das Dieselproblem muss pragmatischer auch seitens der Industrie beantwortet und gelöst werden. Möglichkeiten gibt es zuhauf. Aber wir müssen uns auch ehrlich machen, dass die öffentliche Diskussion allzu oft mit Realismus nichts mehr gemein hat. Ich freue mich, dass der Verband der Automobilindustrie in diesen Tagen den diesjährigen Technik-Kongress in Berlin abhält. Berlin war früher Standort der großen Automobilmarken und ist mit seiner vielfältigen Universitäts- und Start-up-Landschaft auch morgen eine gute Adresse für zukunftsorientierte Industrien."