Magazin CHEXX am Dienstag, den 12. November 2019
Die Küche Ecuadors
Das an der Westküste Südamerikas gelegene Ecuador ist rund 10.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Die Speisen dieses Landes mit seinen knapp 17 Millionen Einwohnern sind hierzulande so gut wie unbekannt. Jetzt gibt es für die Freunde der Küche Ecuadors ein Kochbuch. Am 24. Juni stellte es die Autorin Nancy Iwaniuk, geborene Almeida, in der Botschaft Ecuadors in Berlin-Charlottenburg vor. Nancy Almeida kam in Ibarra zur Welt. Diese Stadt mit heute 132.000 Einwohnern liegt in den Anden auf einer Höhe von über 2.200 Metern und ist 115 Kilometer von der Hauptstadt Quito entfernt. Seit 1977 lebt die Schriftstellerin und Kunstmalerin in Mannheim mit Gatten und den beiden Töchtern. Die Töchter waren es auch, die die Frau Mama bewegten, die Leinwand und den Pinsel einmal für ein paar Wochen zur Seite zu legen und ein Kochbuch mit den Spezialitäten der Küche Ecuadors zu verfassen und herauszubringen. So begann im Grunde alles: Die Töchter wurden flügge und verließen das Elternhaus. Ihre Freunde und Arbeitskollegen sagten dann und wann: "Deine Mama stammt doch aus Ecuador. Was isst man eigentlich dort?" Natürlich vermissten die beiden Töchter auch die schmackhafte Küche der Mama. Also geschah das, was die Mama erfreute und nervte! Die Kinder riefen sehr oft an und fragten: "Mama, wie bereite ich eigentlich diese Suppe und jene Hauptspeise zu und wie backe ich diesen und jenen Kuchen?" Mit dem Einzug des Internets verlagerte sich das Ganze und die Töchter baten darum: "Mama, sende uns bitte das Rezept für die eine Speise, die Oma dir beigebracht hat." Ehrlicherweise muss mitgeteilt werden, Nancy Almeidas Mutter und die Oma haben der Tochter bzw. Enkelin das Kochen der Köstlichkeiten mit den Zutaten der Küche Ecuadors beigebracht.

Zuerst schrieb Nancy Almeida die Rezepte in loser Blattsammlung auf. Dann kam die Idee, ein Kochbuch herauszugeben. Die Autorin drückte es so aus bei der Buchvorstellung: "Es sollte von Anfang an ein schlichtes Buch sein. Es basiert auf den Erinnerungen meiner Kindheit und Jugend. Die Grundlagen dazu sind sowohl die Rezepte meiner Großmutter als auch meiner Mutter. Es sind unkomplizierte Rezepte, einfach zu verstehen und so erklärt, als stünde ich mit am Herd. Die Speisen in meinem Buch habe ich jahrelang der Familie serviert und so ist es heute noch der Fall. Essen bedeutet für mich eine Art des Zusammenlebens und ist auch ein sehr wichtiger Ausdruck wie die Sprachen." Das Werk umfasst 60 Seiten. Man findet beispielsweis Rezepte vor, wie man Tortillas "Made in Ecuador" zubereitet und einen "Rettichsalat mit Fleischkäse und Spiegelei" und "Gefüllte Ofentomaten." Zum Thunfischsalat aus Ecuador gehören, so teilt es die Autorin mit, neben dem Thunfisch grüne Paprika, Zwiebeln, Tomaten, Limette, Petersilie, Kartoffeln "und Salz nach Belieben." Als Dessert wird "aus Oma´s Küche Zwetschgenkuchen mit Schlagsahne und feinen aufgebrühten Kaffee" empfohlen. Dieser Zwetschgenkuchen hat natürlich auch seine Besonderheiten, sonst müsste kein Rezept aus Ecuador für ihn herhalten! "Wenn der Hefeteig gut aufgegangen ist, wird er nochmals gut durchgeknetet und dann auf dem Backblech ausgerollt und seitlich an den Rändern etwas angedrückt." Das ist nur ein Unterscheidungsmerkmal von noch weiteren beim schmackhaften Zwetschgenkuchen aus Ecuador im Vergleich zum deutschen. Nancy Almeida ist es gelungen, die deutschen Leser mit den Köstlichkeiten der Küche des südamerikanischen Ecuadors vertraut zu machen. Nun hat man auch als Mitteleuropäer dank der Autorin die Gelegenheit, seine Freunde und Kollegen nach Hause einzuladen und seine Gäste mit Speisen aus Ecuador angenehm in Erstaunen zu versetzen. Das Buch "Unsere Ecuadorianischen und deutschen Gerichte" kann man direkt bei Nancy Almeida beziehen zu 12 Euro plus Porto. Gerne signiert die Autorin auch ihr Werk. Man erreicht die Schriftstellerin unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.