ISSN 2701-6757 | Magazin CHEXX am Mittwoch, den 20. Oktober 2021
25 Jahre Städtepartnerschaft Berlin-Peking
In diesem Herbst feiern die beiden Hauptstädte Berlin und Peking ihre seit 25 Jahren bestehende Städtepartnerschaft. Zahlreiche gemeinsame Projekte und eine aktive Zusammenarbeit beider Städte in diversen Bereichen, darunter Wirtschaft, Kultur, Tourismus, Sport, im Verkehrswesen, dem Städtebau, der städtischen Verwaltung und im Gartenbau beispielsweise, sind aufgrund dieser Städtepartnerschaft entstanden. Die "Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Peking-Berlin" wurden vom Amt für Kultur und Tourismus der Stadtregierung Peking und dem Chinesischen Kulturzentrum Berlin gemeinsam veranstaltet. Sie sollen die freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland vertiefen und den Austausch sowie die Zusammenarbeit zwischen Peking und Berlin fördern. Kulturelle Veranstaltungen in Peking und Berlin erinnern an das Jubiläum. Im Chinesischen Kulturzentrum in der Klingelhöferstraße in Berlin-Tiergarten fanden bereits zahlreiche Veranstaltungen aus Anlass der seit 25 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft statt. In der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin findet seit dem 5. September eine Sonderausstellung statt. Das Motto der am 26. Januar 2020 endenden Ausstellung lautet: "Städtepartnerschaft Berlin - Peking: Ausstellung Micro Era. Medienkunst aus China." Die vier chinesischen Künstler Cao Fei, Zhang Peili, Fang Di und Lu Yang stellen dem Publikum ihre Medienkunstwerke vor. Der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, sowie der Regierende Berliner Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) besuchten kürzlich aus Anlass des Jubiläums der Städtepartnerschaft die chinesische Hauptstadt. CHEXX hörte sich im Berliner Abgeordnetenhaus bei einigen Parlamentariern zu dieser Städtepartnerschaft um. Aus dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf stammt die Abgeordnete Ülker Radziwill. Die SPD-Parlamentarierin betonte: "Bei einer Delegationsreise in den Fernen Osten durfte ich vor kurzem die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen in dieser Region kennenlernen. Das hat mich tief beeindruckt. Ich freue mich über die Städtepartnerschaft zwischen Peking und Berlin und wünsch ihr noch viele, viele Jahre des Erfolgs." Aus Lichtenrade, dem Ortsteil im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, kommt die SPD-Politikerin Melanie Kühnemann. Für sie ist "China das Land des Lächelns, wobei das Land den ein oder anderen Widerspruch mit sich bringt." Die Lichtenraderin besuchte vor wenigen Wochen China und kehrte beeindruckt wieder nach Berlin zurück. Besonders den kulturellen Austausch zwischen den beiden Hauptstädten hob sie hervor. "Im Dezember findet in Berlin eine Uraufführung statt. "Der Ring der Nibelungen-Peking-Oper trifft auf Musiktheater" lautet der Titel der Neuinszenierung der Oper von Richard Wagner. Auf diese Uraufführung freue ich mich schon jetzt."

Der aus dem Bezirk Reinickendorf stammende Parlamentarier Dr. med. Dieter Neuendorf (AfD) erklärte: "Ich halte die Städtepartnerschaft Berlin-Peking für sehr wichtig. Es gibt sehr viele Bereiche, wo ein Austausch befördert werden sollte: Stadtentwicklung, Digitalisierung, Wissenschaft und Forschung, Verkehrsmanagement. Während die wirtschaftliche Zusammenarbeit und der Handel zwischen beiden Ländern immer enger wird, so gibt es sehr viel Nachholbedarf auf dem Gebiet der Kultur. Die Beschäftigung mit der Kultur eines anderen Landes führt unwillkürlich zu mehr Verständnis auf beiden Seiten. Ein weiterer Austausch ist wünschenswert". Aus dem Ortsteil Borsigwalde im Bezirk Reinickendorf stammt der CDU-Politiker Tim Zeelen. Er hat die Region schon bereist und ist "sowohl von den Menschen als auch der Kultur tief beeindruckt". Der Volksvertreter hat aber auch Erwartungen an den Senat und sagte: "Ich erwarte vom Senat, dass er die Partnerschaften endlich belebt und einen echten Austausch, insbesondere der jungen Generationen, ermöglicht. Hier spielt aus meiner Sicht der Sport eine wichtige Rolle". Aus dem Ortsteil Marienfelde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg kommt der Abgeordnete Harald Gindra (Linke). Für ihn ist "die zurückgelegte Entwicklung des Riesenreichs China beeindruckend, natürlich gibt es auch in jeder Städtepartnerschaft durchaus einmal den ein oder anderen Reibungspunkt. Man muss aber immer wieder betonen, Städtepartnerschaften sind eine gute Sache. Sie sorgen für eine Völkerverständigung, denn Menschen unterschiedlichster Religionen, Kulturen und Sprachen begegnen sich". Der Abgeordnete Thomas Seerig (FDP) kommt aus Steglitz. Für ihn verhält es sich folgendermaßen: "Städtepartnerschaften sind eine gute Idee, gerade wenn sie Kulturen und Systeme überwinden. Ihren Sinn entfalten sie aber nur, wenn die Kontakte nicht auf Politik und Verwaltung beschränkt bleiben, sondern die Bürgergesellschaft in ihrem Alltag einbezieht. Ein Jubiläum, wie 25 Jahre Berlin-Peking, sind da ein guter Anlass zu prüfen, wie nah die Freundschaft bei den Menschen ist".  Die chinesische Hauptstadt hatte der Volksvertreter "1991 privat im Rahmen einer Studienrundreise durch China besucht. Sehr gerne erinnere ich mich heute immer noch an den Besuch Chinas zurück".

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