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Foto von Volkert Neef
In München steht bekanntermaßen das Hofbräuhaus. Wer sich über die Geschichte des Bieres informieren und auch Kostproben genießen möchte, geht in München ins "Bier-Oktoberfest-Museum". Das Museum ist sehr eng mit der Augustiner-Brauerei verbunden. Auf dem Weg vom Marienplatz zum Isartor steht das älteste Bürgerhaus der Bayerischen Landeshauptstadt. Es befindet sich in der Sterneckestraße 2. Bis anno domini 1340 geht die Geschichte dieses Hauses zurück. Einst lebten und arbeiteten hier Händler, Handwerker und Bürger der gehobenen Mittelschicht. Man muss bedenken, dass das Deutsche Reinheitsgebot für Bier erst 1487 aufkam, da war das Bürgerhaus in der Sterneckerstraße schon 147 Jahre alt. 15 Wohnungen beherbergte das Haus einst. 1990 gingen die Eigentumsrechte an eine Erbengemeinschaft über. Rund ein Jahrzehnt tat sich gar nichts am und im Gebäude, es stand leer. Im Jahre 2000 kaufte eine Stiftung das Haus auf. Es war die Edith-Haberland-Stiftung mit ihrem Vorstand Ferdinand Schmid, die das Haus liebevoll sanierte. Ferdinand Schmid lebte von 1925 bis 2013 und war bis 1991 Chef der 1328 gegründeten Augustiner-Brauerei. Die Brauerei gehört fast zur Hälfte der Edith-Haberland-Stiftung. Edith Haberland, die von 1899 bis 1996 lebte, erbte 1941 nach dem Tod ihres Vaters ihre Anteile an der Augustiner-Brauerei. Bis heute ist das "Bier-Oktoberfest-Museum" freundschaftlich sehr eng mit der Augustiner-Brauerei verbunden. Im September 2005 wurde das Museum eröffnet. Wer mehr über die Wiesn und das Wiesn-Bier wissen möchte und dabei die eine oder andere Weisheit und Anekdote zum Bier hören möchte, nimmt an einer Führung teil. Der 1980 geborene Michael Hartmann ist einer der Museumsführer. Er teilte mit: "In unserem Museum mit angeschlossenem Restaurant befinden sich vier Etagen. Ganz oben, im 4. Stock, finden wechselnde Ausstellungen statt. Eine Etage tiefer befindet sich das Oktoberfest-Museum. Im 2. Stock befindet sich das Biermuseum". Das köstliche Bier kann man in allen gängigen Sorten eine Etage darunter gleich kosten und dabei auch Speisen einnehmen. Der Eintrittspreis pro Person für das Museum inklusive Bierverkostung beträgt aktuell 9,50 Euro. Michael Hartmann bittet darum, bereits "im Vorfeld eine Führung zu buchen. Eine kleine Gruppe besteht aus fünf bis acht Gästen. Wir können bis zu 60 Besucher durch das Museum führen. Dann übernehmen zwei meiner Kollegen die Führung. Es ist auch möglich, dass die Führung in einer anderen Sprache als Deutsch durchgeführt wird. Wenn man uns vorher diesbezüglich kontaktiert, organisieren wir das gerne". Michael Hartmann und seine Kollegen erklären die Unterschiede zwischen Dunkelbier, Hellbier und Weißbier. Eines sei "schon jetzt angemerkt, außerhalb Bayerns spricht man vom Weizenbier, ansonsten heißt es Weißbier".

Wer sich neben Bier auch für Cocktails interessiert, der findet etwas Einzigartiges für die Bayerische Landeshauptstadt vor. Ein Buch über die besten Cocktails in der Stadt. Die beiden Journalisten und Autoren Amadeus Danesitz und Alexander Wulkow haben das Werk verfasst. Es trägt den Titel "Das Beste in München. Der Barguide". Auf rund 130 Seiten werden 50 außergewöhnliche Cocktails aus der Bayerischen Landeshauptstadt vorgestellt. Das Besondere daran ist: Die Autoren stellen aus den angesagtesten Bars jeweils einen Cocktail vor. Es versteht sich von selbst, dass ein Cocktail namens "Golden Cadillac", "Night on Earth", "Pink Elefant" oder "Heiß im Schnee" nur in jeweils einer ganz bestimmten Münchener Bar geordert werden können. Im Handel ist das Buch für 19,99 Euro erhältlich.

Die Bayerische Landeshauptstadt München präsentiert sich auch auf der am 7. März beginnenden ITB in den Messehallen in Berlin-Charlottenburg. Die ITB endet am 11. März. Die ersten drei Tage sind dem Fachpublikum vorbehalten, das Wochenende steht allen Interessierten zur Verfügung. In der Halle 6.2 b kann das Publikum sich gerne nähere Informationen über die Landeshauptstadt München einholen.

Text und Fotos von Volkert Neef

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Marc Vorwerk
Marc Vorwerk ist einer der Hauptstadtfotografen in Berlin und stets ganz nah am Geschehen.
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