Magazin CHEXX am Donnerstag, den 17. Oktober 2019
Touristische Schönheiten in Brandenburg
Wer kann die touristischen Schönheiten seines Bundeslandes besser vorstellen als der Landesvater? So sieht es auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und lud am 17. Juli wieder zur jährlich stattfindenden Sommer-Tourismus-Pressefahrt ein. In diesem Jahr stellte Dietmar Woidke den zahlreich mitreisenden Journalistinnen und Journalisten die touristischen Schönheiten in Wittstock und der Kyritz-Ruppiner Heide vor. In Wittstock kann die am 18. April gestartete und am 6. Oktober endende Landesgartenschau gerade eine sehr erfreuliche Halbzeitbilanz abliefern.

Bernd Elmenthaler, ESDES.Pictures

Der große Sohn Brandenburgs, Theodor Fontane, nimmt einen wichtigen Platz bei der Landesgartenschau ein, denn zwei Gärten gestaltete man nach Motiven aus Theodor Fontanes Dichtung. Damit ehrt die Landesgartenschau den großen Schriftsteller, der dieses Jahr seinen 200. Geburtstag feiern kann. In insgesamt zwölf Hallenschauen stellen die Landschafts- und Gartenbauer Brandenburgs ihre Handwerkskunst unter Beweis. Die Hallen waren einst Bestandteile des Güterbahnhofs Wittstock. Das Veranstaltungsprogramm der Landesgartenschau bietet Künstlern, Chören, Vereinen und Tanzgruppen eine ganz große Bühne an. Prominente Künstler wie Tom Gaebel, Michelle und Dirk Michaelis traten bereits auf. Am 31. August kann man in Wittstock den Klängen des Babelsberger Filmorchester lauschen.

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Christian Hernjokl, Geschäftsführer der Landesgartenschau, betonte: "Wir sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden und voll im Plan, um die Landesgartenschau auch einen wirtschaftlichen Erfolg werden zu lassen. Wir wissen aber auch, dass wir in unseren Anstrengungen, unseren Gästen auch in der zweiten Halbzeit eine attraktive Gartenlandschaft mit tollen Veranstaltungen und Attraktionen zu bieten, nicht nachlassen dürfen." Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann freut sich auch über ein ganz neues Produkt aus seiner Stadt. Imker haben mit ihren Bienenvölkern für eine reiche Honigproduktion gesorgt. "Die zahlreichen exotischen Pflanzen, die wir auch auf der Landesgartenschau präsentieren, sorgen dafür, dass aus Wittstock ein besonders köstlicher Honig kommt."

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Für reichhaltige Pflanzen ist Wittstock schon lange bekannt. Wittstock an der Dosse führt auch den Beinamen "Rosenstadt Wittstock." In der Wittstocker Altstadt ist die Rose das zentrale Gestaltungselement. Bei einem gemütlichen Bummel durch die Altstadt erblickt der Besucher zahlreiche Rosenbeete und Kletterrosen. Der geschichtliche Hintergrund ist, dass der 1833 geborene und 1911 verstorbene Lehrer Friedrich Schneider ein Gartenfreund war. Ihm lag der Auf- und Anbau von Gärten am Herzen und er forcierte dies an zahlreichen Stellen in der Stadt. Sein Erbe wird in Wittstock in Ehren gehalten. 2015 konnten die Wittstocker eine eigene Rosensorte mit denm Namen "Rosa Wizorka" der Welt präsentieren.

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Auch ein Blick auf die historische, einst Wittstock schützende Stadtmauer lohnt sich. Erstmals bildlich dargestellt wurde die Stadtmauer 1652 durch einen Kupferstich. Von 1990 bis 1996 unterzog man die Mauer einer Gesamtrestaurierung.

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Der Ministerpräsident zeigte in der Kyritz-Neuruppiner Heide den Medienvertretern auch die Nationale Naturerbe-Fläche. Inge und Heinz Sielmann gründeten 1994 die "Heinz-Sielmann-Stiftung".

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Seit 2012 betreut die Stiftung das ca. 4.000 Hektar große Areal des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide. Aufwendig hat man den Truppenübungsteil, den einst die Armee der UdSSR benutzt hatte, von Munition befreit. Rastplätze ermöglichen jetzt die unbeschwerte touristische Nutzung. Diesen wertvollen Lebensraum haben Tiere und Pflanzen für sich entdeckt und nehmen ihn in Anspruch. Der Biologe Dr. Jörg Müller ist als Projektleiter bei der Heinz-Sielmann-Stiftung tätig. Er berichtete: "In dieser Naturlandschaft sind allein 350 verschiedene Schmetterlingsarten beobachtet worden." Der Besucher kann auf 14 Kilometern Wanderstrecke das Gelände erkunden. Zahlreiche Schautafeln erklären die Natur und Landschaft sehr anschaulich. Höhepunkt - im wahrsten Sinne des Wortes - ist der im Mai eröffnete Aussichtsturm auf dem Heinz-Sielmann-Hügel. Von 15 Metern Höhe aus kann man die Landschaft erblicken, tief einatmen und sagen: "Schön ist Mutter Natur in Brandenburg."

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Text von Volkert Neef mit Fotos von Bernd Elmenthaler