ISSN 2701-6757 | Magazin CHEXX am Samstag, den 18. September 2021
Obwohl der 1898 geborene Lyriker, Dramatiker und Librettist Bertolt Brecht seit nunmehr 64 Jahren nicht mehr unter uns weilt, gehört er bis heute zu den Autoren, die sehr oft an deutschsprachigen Bühnen aufgeführt werden. Er verfasste 48 Dramen und noch einmal dieselbe Anzahl an Dramenfragmenten. 1928 hatte er mit der "Dreigroschenoper" einen weltweiten Erfolg. Zwei Jahre später sorgte sein Werk "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" zu einem der größten Theaterskandale in Deutschland. In Leipzig kam es zu Tumulten und Saalschlachten. Astrid Oesmann und Matthias Rothe beschäftigen sich als Herausgeber näher mit Brecht in dem Buch: "Brecht und das Fragment". Das Werk aus dem Berliner Verbrecher-Verlag kam dieses Jahr Ende Juni heraus und beinhaltet Beiträge von Ramona Mosse, Tom Kuhn, Martin Kölbel, Ulrich Plass, Iliane Thiemann, Stefanie Diekmann, Claudia Bosse, Michael Wehren und Melanie Albrecht. Kaum ein anderer Schriftsteller als Brecht sah "im Unfertigen eine besondere Produktivität". Die beiden Herausgeber drücken es so aus: "Während sich Leserschaft und Kritik immer noch an Brechts vollendeten Werken orientieren, ist aus der Perspektive des Archivs von seiner schriftstellerischen Arbeit kaum etwas fertig. Auch die Brechtforschung hat sich bisher unzureichend mit dem Unfertigen beschäftigt und unterscheidet oft scharf zwischen dem ganzen Stück und dem Fragment. Der vorliegende Band stellt die Frage, ob diese Differenz aufrechterhalten werden kann …" Astrid Oesmann und Matthias Rothe ist es gelungen, mit dem Buch "Brecht und das Fragment" den vielseitigen Autor und Freund des Unfertigen uns näherzubringen. Das Werk aus dem Berliner Verbrecher-Verlag umfasst 240 Seiten und kostet im deutschen Buchhandel 22 Euro.

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